Chronik

Mit dem Bau einer Kapelle durch Kaiser Karl d. Gr. - wahrscheinlich im Jahre 783 - beginnt die Christianisierung. Die erste urkundliche Erwähnung findet Oerlinghausen 1036 in der Weiheurkunde der Paderborner Busdorfkirche. Im Mittelalter gewinnt die Pfarrei an Bedeutung als Archidiakonatssitz. Jahrhundertelang wird auf dem Tönsberg ein "St.-Hülffe-Kreuz" verehrt in einer von einem Einsiedler betreuten Kapelle, die 1548 zerstört wird. Das Wallfahrtskreuz findet später seinen Platz über dem Altar der Paderborner Domkrypta.

In der Reformation wird Oerlinghausen evangelisch-reformiert. Jahrhundertelang wohnen hier nun keine katholischen Christen mehr. Erst seit 1921 wird wieder regelmäßig katholischer Gottesdienst gefeiert und in der Folge 1922/23 die Antonius-Kapelle an der Steinbruchstraße gebaut.

Bis zum Zweiten Weltkrieg wächst die Zahl langsam auf 150, um während des Krieges durch Evakuierte auf 600 und nach dem Kriege (seit 1946) auf ca. 1000 Katholiken im Jahre 1952 anzuwachsen.

1954/55 baut die Gemeinde die Kirche St. Michael an der Marktstraße und wird 1963 zur Pfarrei erhoben. Diese Diasporagemeinde erstreckt sich über 70 qkm und umfasst die Stadt Oerlinghausen und die Gemeinde Leopoldshöhe mit 12 Ortschaften.

Außer der Pfarrkirche St. Michael mit dem Pfarrheim und dem Pfarrhaus gehören zur Pfarrei die Filialkirchen Auferstehung Christi (gebaut 1966-68) in Asemissen/Greste mit Gemeinderäumen und die Kirche St. Johannis Baptist in Leopoldshöhe (gebaut 2000/01) mit Gemeinderäumen, sowie der katholische Kindergarten St. Michael (1972) in der Südstadt Oerlinghausen. Heute leben in der Pfarrei ca. 5000 Katholiken unter ca. 30.000 Nichtkatholiken. Weiter beherbergt die Pfarrei die Heimvolkshochschule St. Hedwigs-Haus mit der Kapelle.