Asemissen/Greste - Kirche Auferstehung Christi

Den hellen, schlanken Turm der Kirche von der Auferstehung Christi sieht man schon von weitem. Seit 1968 bestimmt er zusammen mit dem Turm der evangelischen Kirche die "skyline" von Bechterdissen, Asemissen und Greste. Angefangen hatte alles recht mühsam. Abgesehen von einer katholischen Familie gab es bis 1946 dort praktisch keine Katholiken. Durch Flucht und Vertreibung stieg die Zahl nach dem Krieg an und machte die Suche nach Lösungen notwendig. Nach Gründung der Pfarrei St. Michael 1963 und der damit verbundenen Errichtung einer Vikarstelle konnte Pfarrer Karl Henke im evangelischen Gemeindehaus und seit 1965 in der neuen evangelischen Kirche, die großzügigerweise zur Verfügung gestellt wurde, die Heilige Messe feiern.

Der Grundstein zu dieser Kirche wurde 1966 gelegt und 1968 von Weihbischof Dr. Paul Nordhues konsekriert, der eine Reliquie des hl. Vitus im Altar beisetzte.

Auch die Vikare der Pfarrei St. Michael nahmen ab 1968 in Asemissen ihren Wohnsitz.

Nach dem damaligen Liturgieverständnis entstand der Kirchenbau: Die Gemeinde ist von drei Seiten um den Altar versammelt. Dadurch entsteht eine größere Nähe und auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die Klarheit der Architektur, das hoch über dem Altar einfallende Licht, geben dem Kirchenraum Würde und Sammlung. Die Tabernakelstele symbolisiert die Wolken- und Feuersäule, die dem alttestamentlichen Gottesvolk auf seinem langen Weg durch die Wüste angezeigt hat, dass Gott bei ihnen war. Uns erinnert sie heute daran, dass wir als Volk Gottes unterwegs sind und dass Gott mit uns geht. 1984 konnte zur Freude der Gemeinde die neue Orgel geweiht werden (Orgelbau Sauer). Die Weihe der vier Glocken am 24. September 1989 war für die Gemeinde ein großes Fest. Das Pfarrheim wurde am 11. 6. 1998 seiner Bestimmung übergeben.